"Wenn die Bienen von der Erde verschwinden, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben" (Albert Einstein)


...Dieser Spruch hat sich in den letzten Jahrzenten etwas relativiert, weil wir im Moment weltweit noch einige andere "Baustellen" haben, die eine große Herausforderung für einen längerfristigen Fortbestand der Menschheit darstellen und relativ zeitnah abgearbeitet werden sollten. Es ist lange bekannt, dass die Bienen für die konventionelle Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Eine Handbestäubung von Nutzpflanzen, so wie es z.B. in vielen Gegenden in China aufgrund der Umweltschäden praktiziert wird, hat für uns zwar einen lustigen Charakter von Arbeitsbeschaffung, aber macht hier in Europa keinen wirklichen wirtschaftlichen Sinn, solange es noch Bienen und Hummeln gibt, die diese Arbeit viel besser und effektiver können.

Unsere Bienen haben diverse Herausforderungen und Höchstleistungen zu meistern. Für eine Portion Honig von 25 Gramm auf unser Morgenbrötchen legt eine Biene im Durchschnitt über 2500 Kilometer zurück. Dagegen sind die 15 Meter morgens vom Bad zur Küche ein Witz.

Vor 100 Jahren hatten die Bienen es noch etwas einfacher. Es gab keine Pestizide, kaum Krankheiten und natürliche Feinde. Naja, die Zeit ist eben vorbei. Ein Hauptfeind der Biene ist heute die Varroamilbe, die mit diversen ätherischen Ölen, Armeisensäure, oder Milchsäure zum Teil gut in Schach gehalten werden kann. Leider sterben bei der Behandlung mit den vorgenannten Mittelchen oft einige Bienen und andere Bienen überleben die Behandlung verkrüppelt. Viele Mittelchen haben zwar gute Auswirkungen auf die Mortalität der Milben in der Brut. Allerdings wird die Bienenbrut auch leicht durch die Behandlung geschädigt, so dass hier der Teufel mit dem Belzebub ausgetrieben wird. Als nächste Herausforderung ist die Kontanimierung des gesammelten Honig mit den Mitteln zu nennen, so dass eine entsprechende Behandlung immer erst nach dem Schleudern gemacht werden kann. Interessant wären auch mal Untersuchungen bezüglich des hochentwickelten Geruchssinnes der Bienen und deren Belastungen durch die Säurebehandlungen..

Die Varroabehandlung mit Wärme ist eine alte Technik, die schon seit vielen Jahren bekannt ist, aber heute leider zu wenig eingesetzt wird. Es ist erwiesen, dass Bienen kurzzeitig Temperaturen von knapp 50 Grad aushalten, die Varroamilbe aber bei Temperaturen von über 39 Grad schon geschädigt wird und bei Temperaturen von über 42 Grad abstirbt, während die Biene, sowie deren Brut diese Temperaturen noch locker für einen gewissen Zeitraum "wegstecken". Dutzende Wächterbienen erzeugen übrigens als Traube beim Bekämpfen von Hornissen durch heftiges Flügelbewegungen auch Temperaturen von ca. 45 Grad und "grillen" damit die Hornissen, da sie gegen den Stachel der Hornisse keine Chance haben. Es gibt ansonsten (...neben sehr viel Unfug und Esoterik) einiges an echter wissenschaftlicher Literatur über thermische Belastungen von Bienen im Netz. Folgende, sehr lesenswerte Untersuchung hatte ich bei meinen Recherchen gefunden:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2727992/figure/Fig1/

Interessant ist auch die folgende Eigenbau - Lösung eines erfahrenen Imkers:

http://media.repro-mayr.de/83/629983.pdf

Leider gibt es in der thermischen Varroabehandlung oft noch Akzeptanzprobleme aufgrund der Gewohnheiten vieler Imker, denen die Heizungen eher wie  "neumodischer Kram" vorkommen und die sich nicht trauen, so ein Gerät mal auszuprobieren und lieber weiterhin auf die "zugelassenen und 1000 fach bewährten" Säuren setzen. Das ist auch ok so, weil es kein Patentrezept gibt und jeder eben sein eigenes System bevorzugt. Trotzdem habe ich 2 eigene Geräte zum "Grillen" der Varroamilben entwickelt und stelle diese hier vor.




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So verrostet sieht ein verzinktes Gitter nach einer AS Behandlung mit Schwammtuch aus. Da bin ich wohl nicht pragmatisch genug, um das zu akzeptieren...
Varroagrill